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Ungarn - NBI: Budapest Honvéd FC - Újpest FC Budapest (15.10.2016)

Roland Deschain (DeRo) - Oktober 2016

Am Wochenende vom 14.-16.2016 besuchten 4 Revolvermänner Budapest. Neben den touristischen Schönheiten gönnten wir uns auch ein Spiel der ungarischen ersten Liga (NBI). Der Weg führte uns nach Kispest zum Stadtderby Honvéd gegen Ujpest. Den Weg dorthin fanden wir dank Google Maps bzw. Microsoft Karte ( überraschenderweise, schlugen beide Karten denselben Weg vor) ohne Probleme.

Groundhopping, Budapest, Bozsik-Josef, Bozsik-Stadion, Fussball, Honved - Ujpest

Das Bozsik-Josef Stadion war schnell gefunden. Vor dem Tickethäuschen hatte es eine kurze Schlange, aber vorwärts ging es überhaupt nicht. Damit man ein Ticket bekam, musste man sich ausweisen. Somit hatten wir ein personalisiertes Matchticket, das freute uns natürlich. Ein freundlicher Ungar half uns betreffend Verpflegung/Tranksame weiter, auch wenn uns seine Antworten nicht freuten. Doch der Überbringer schlechter Nachrichten kann schliesslich nichts dafür. Jedenfalls gab es in der näheren Umgebung keine Beiz zum Jassen und Biertrinken. Der Honvéd-Nachwuchs machte einen starken Eindruck und konnte kurz vor Schluss seine Überlegenheit doch noch mit einem Sieg belohnen. Danach machten wir uns mit dem Tram auf die Restaurant-Suche, unter anderem an der Ferenc Puskas Schule vorbei. In einem Einkaufszentrum waren wir erfolgreich, das Bier liessen wir sein, zum Jassen genehmigten wir uns dafür einen Kaffee mit Donut.

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Rechtzeitig zum Spiel waren wir wieder im Stadion. Ein Abstecher in den Fanshop durfte natürlich nicht fehlen. Im Büfet genehmigten wir uns endlich ein Bier und suchten unsere Plätze. Die goldene Generation ist bei Honvéd und in Budapest omnipräsent, im Stadion gab es dementsprechende Sektoren (Czibor, Kocsics, Puskas). Der Heimsektor war kurz vor Spielbeginn mehr oder weniger leer, die Ujpest-Fans waren in der Überzahl und sorgten für Stimmung. Bei Spielbeginn bzw. kurz darauf war es dann fast ausgeglichen. Doch wirklich beliebt scheint der ehemalige Armeeklub Honvéd nicht zu sein. Honvéd übernahm sofort die Initiative und führte ebenfalls die feinere Klinge, wobei das Niveau bei weitem nicht an die Wunderelf herankam. Ujpest versuchte nur mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Die wenigen Versuche machten aber den gefährlicheren Eindruck. Die einheimische Mannschaft wurde mit Kispest angefeuert, also mit ihrem Heimatquartier. Kurz vor der Pause hatte Honvéd die ersten beiden Chancen, mit etwas mehr kaltblütigkeit (und Qualität) wäre mindestens ein Tor möglich gewesen. In der Pause machten die Heimfans erstmals richtig Stimmung, die eigenen Junioren versammelten sich vor ihnen und liessen sich feiern/anfeuern. Weshalb diese Einlage stattfand, haben wir nicht herausgefunden. Mit einem schnell vorgetragenen Konter über die rechte Seite und unter gütiger Hilfe des Heimtorwarts ging Ujpest in der 52. Minute in Führung. Das Heimteam versuchte zu reagieren, richtig gefährlich wurde es fast nie. Dank einem schönen Freistoss gelang Honvéd in 69. Minute der verdiente Ausgleich. Die Kiespester spielten weiter auf Sieg, Chancen waren Mangelware und Ujpest sichtlich froh mit einem Punkt. Diesen holten sie schliesslich auch.

Matchtelegramm: Honvéd vs. Ujpest 1-1 (0-0); Bozsik Josef Stadion 2'713; 0-1 (52.) J. Lazok 1-1 (69.) D. Lanzafame

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Nach dem Schlusspfiff mussten wir noch einige Zeit im Stadion verweilen, scheinbar wurden zuerst die Auswärtsfans rausgelassen. Die Einheimischen warteten stoisch vor dem geschlossenem Ausgang. Zuerst drängten sich die Honvéd-Ersatzspieler durch die Zuschauer und via Feuerleiter ins Vereinsgebäude, danach auch das Vereinsmaskotchen, ein Löwe. Das Maskotchen liess sich auf der Feuerleiter feiern, die Fans machten zum Abschluss noch einmal etwas Stimmung. Kurz darauf wurde der Ausgang geöffnet und wir quetschten uns mit den Leuten durch den Ausgang und machten uns mit Tram und Metro auf den Weg ins Stadtzentrum.

Budapest Impressionen

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Die Stadt haben wir natürlich auch erkundet und genossen. Am Freitag erkundeten wir die Fussgängerzone, die Kettenbrücke und das Burgviertel inkl. Bähnchenfahrt zum Burgpalast. Dort erfuhren wir, woher der Name Honvéd kommt, die ungarischen Soldaten (mindestens früher) wurden Honvéd genannt (gemäss Wikipedia - Name der ungarischen Armee - Honvédség). Somit passt natürlich der Name zum Militärklub. Die Essensportionen in Budapest waren meistens ziemlich gross, da bot sich der Unikum als Verdauungsschnaps an. Nach der grossen Markthalle inkl. Einkauf von scharfen Paprika-Gewürzen und anderen Leckereien, folgte eine gemütliche Donauschifffahrt. Danach machten wir uns zum beschrieben Fussballmatch auf, natürlich dem Höhepunkt des Ausfluges. Den Samstagabend liessen wir nach dem Nachtessen mit feinem Tokajer ausklingen und am Sonntag hiess es bereits abschiednehmen.
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Auf dem Nachhauseweg wurden bereits mögliche Destinationen fürs nächste Jahr diskutiert, mal schauen ob wir es wirklich nach Riga schaffen…